Kebab+-Projekt angehen

Ein weiteres Projekt zur bestehenden Projektflut?
Wie hebt sich Kebab+ daraus ab?

 
Bei der Planung von Kebab+ wurde insbesondere darauf geachtet, die Rahmenbedingungen möglichst offen zu gestalten, um der Phantasie und Kreativität Raum zu geben. Klar, einige Projektinhalte sind vorgegeben und ein Grobkonzept muss bestehen, damit die Finanzierungsbeiträge gesprochen werden können. Aber abgesehen davon, ist die Lancierung eines Projektes weder an ein hochkomplexes Konzept noch an eine aufwendige Infrastruktur gebunden. 
Wie mache ich Kebab+ den Jugendlichen schmackhaft? 

Jugendliche sind voller Ideen und Pläne. Die Gründe, warum diese oftmals nicht umgesetzt werden, sind vielfältig: es mangelt an Erfahrung, wie ein Projekt geplant und durchgeführt wird; die finanziellen Mittel fehlen; es finden sich nicht genügend Personen, die sich für ein Projekt begeistern.

Zusammen mit den Jugendarbeitsstellen bietet Kebab+ den Jugendlichen das Privileg, solche eigenen Projekte zu planen und durchzuführen. Die Jugendarbeiter bieten hierfür fachliche Unterstützung bei der Projektaufgleisung und –organisation und stellen Räumlichkeiten zur Verfügung, während Kebab+ die finanzielle Unterstützung übernimmt.

Um in der Jugendarbeitsstelle Begeisterung für ein Kebab+ Projekt auszulösen, hilft es sicherlich, wenn die Jugendarbeiter dieses Privileg den Jugendlichen ins Bewusstsein rufen.

Für ein erfolgreiches Projekt empfehlen wir zudem:

  • Anreize bieten verschiedenen Medien (Handy und Internet, Video, Podcast), mit welchen Jugendliche vertraut sind.
  • Genügend Zeit für Workshops und Aktionen einplanen.
  • Die Inhalte dürfen nicht belehrend und schulisch sein.
  • Dem gemütlichen Teil und dem Humor sollen immer wieder Platz eingeräumt werden.
  • Die Jugendlichen weitmöglichst bei der Planung und der Umsetzung miteinbeziehen.
 
Sensibilisierung ja, aber ohne Mahnfinger 
Kebab+ hat ein klares Ziel: Die Jugendlichen sollen sich Gedanken zur gegenwärtigen Esskultur machen und sich mit gesunder Ernährung und sinnvoller Bewegung auseinandersetzen sowie die Bedeutung von Begegnungen und Gemeinschaft erkennen. Auf diese Weise wird die Gesundheitskompetenz der Jugendlichen gefördert und ihre Eigenverantwortung gegenüber ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden gestärkt.

Diese Botschaften mit einem Mahnfinger zu vermitteln, stösst bei den Jugendlichen auf Ablehnung. Niederschwelligkeit ist in diesem Zusammenhang ein Leitwort der offenen Jugendarbeit. Dies soll auch bei Kebab+ gelten.

Beispiele aus und Tipps für den Alltag der Jugendlichen werden besser aufgenommen, als Ausschnitte aus Theoriebüchern. Und Learning by doing ist immer noch die beste Art und Weise etwas nachhaltig zu lernen.

Und genau da knüpft das Gesundheitsförderungsprogramm des Migros-Kulturprozent für Jugendliche Kebab+ an. Die Projekte sollen lustvoll und spannend sein, nur so können die Jugendlichen sich begeistern und nehmen die Botschaften automatisch auf. 
Ist mein Projekt Kebab+-tauglich?  

Grundsätzlich müssen die Projekte mindestens drei der fünf Elemente „kochen – essen – begegnen – ausspannen – bewegen“ beinhalten sowie gemeinsam mit den Jugendlichen entwickelt und durchgeführt werden und möglichst nachhaltig wirksam sein. Nähere Informationen dazu unter den Teilnahmebedingungen.

Bei Unsicherheiten können grobe Projektskizzen unverbindlich mit der Projektleitung vorbesprochen werden. Fachpersonen geben zudem gerne Auskunft zu den Themen „kochen – essen – begegnen – ausspannen – bewegen“.

 
Unterstützung 
QuK-Qualitätskriterien für Gesundheitsförderung in der offenen Jugendarbeit ist ein Tool zur Unterstützung der Planung und Auswertung von Jugendarbeitsprojekten. Es ist einfach und praxisbezogen anwendbar und kann die Planung von Kebab+ - Projekten erleichtern und verbessern. Die 35-seitige Broschüre mit Beilagen sowie weitere Informationen erhalten sie hier  
 
Migros Kulturprozent
DOJ
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